Jahreshauptversammlung 2012

16.03.2012 im Gasthaus „Am Obstgarten“ in Oberteuringen-Bitzenhofen

Zur diesjährigen Veranstaltung konnte die Erste Vorsitzende zahlreiche Mitglieder und Gäste im Gasthaus "Am Obstgarten" in Oberteuringen-Bitzenhofen begrüßen. Sie überbrachte die Grüße von Herrn Bürgermeister Beck, der leider einen anderen Termin wahrnehmen musste. Herr Kiehling aus Lilienthal, Zweiter Vorsitzender, wurde herzlich begrüßt mit einem Dankeschön für die vielen Jahre einer außerordentlich guten Zusammenarbeit. Wie in jedem Jahr hat er auch dieses Mal die weite Wegstrecke auf eigene Kosten auf sich genommen, um bei der Sitzung Anwesend sein zu können. 

Die beiden Vorsitzenden vor dem neuen repräsentativen Plakat, das von Markus Rehkugler gestiftet wurde. - Foto: Karin Axtmann
Die beiden Vorsitzenden vor dem neuen repräsentativen Plakat, das von Markus Rehkugler gestiftet wurde.
Foto: Karin Axtmann

Herr Mutter von der Sparkasse Bodensee war auch in diesem Jahr wieder bereit, die Prüfung der Kasse vorzunehmen. Herr Tschek von der Schwäbischen Zeitung und Herr Rauscher vom Südkurier wurden ebenfalls begrüßt. Die große Unterstützung für den Verein in Form der ausführlichen, gut platzierten Berichte wurde hervorgehoben. Da der Verein kein Geld für Werbung aufwendet, ergibt sich hierdurch eine gute Plattform für die Außendarstellung des Vereins. In diesem Zusammenhang wurde auch auf den Erfolg der Homepage www.shimshal.de hingewiesen, die professionell von Herrn Peperkorn aus Mühlheim an der Ruhr kostenlos betreut wird und sehr zum Bekanntheitsgrad beiträgt.

Amjad Karim, der Manager unserer Schule, ließ Grüße ausrichten, auch von vom ganzen Dorf Shimshal, verbunden mit vielen Dankesworten an alle Unterstützer.

Frau Rehkugler begann ihre Rede damit, dass sich keine Änderungen in der Vorstandschaft ergeben haben. Vorgestellt wurde Herr Kiehling als Zweiter Vorsitzender, Frau Anneliese Axtmann als Kassiererin und Frau Karin Axtmann als Schriftführerin. Danach folgte ein Rückblick auf den vor 10 Jahren gegründeten Verein. Zusammen mit den Mitgliedern und vielen Menschen, die an das Vorhaben geglaubt haben, wurde vieles geschaffen. In dieser Zeit ist der Verein auf 140 Mitglieder angewachsen. 2011 sind leider dreii Mitglieder verstorben: Herr Günter Burmester aus Hamburg, Frau Cornelia Gfeittel aus Berlin und Herr Fries aus Oberteuringen. Wir werden sie in dankbarer Erinnerung behalten.

Das Ganze begann 2002 mit dem Initiator Bakhtawar Shah und seiner Aussage, dass in Shimshal dringend etwas für Frauen und Kinder getan werden müsste. Somit kam alles ins Rollen und alles was dann in Shimshal an notwendigen Einrichtungen geschaffen wurde, fand seinen Anfang in seiner großen sozialen Verantwortung. Um hier tätig zu werden, musste zuerst ein Verein gegründet werden. Die Umsetzung gelang mit Hilfe der Familie und Freunde. Neben privaten Spenden wurde die Vereinskasse durch die Teilnahme an verschiedenen Aktionen aufgebessert. Wir haben buchstäblich mit Socken stricken, Kränze binden und Marmelade kochen angefangen, meinte Frau Rehkugler.

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2004: Ein großes Stück Arbeit wurde geleistet. 2005: Nun fehlt nur noch das Dach.
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2006: Die Schule ist fertig. Schule, Lehrerhaus und Vorschulkindergarten. Auf die Eröffnung freuen sich mit Bakhtawar Shah auch der deutsche Botschafter Dr.Mulack (hinten rechts)

Die Mittel des Vereins reichten immer gerade für den nächsten Bauabschnitt und so war es ein Glücksfall, dass ein Antrag 2005 an Misereor für die komplette Fertigstellung bewilligt worden war.

Ebenfalls eine große Spende aus dem Erlös des Gemeinschaft–Adventsmarktes der Kirchen Herz-Jesu-Hamm und Hammer Kirche, der Zuwendung aus dem Adventsmarkt der Stammtischfrauen der Narrenzunft Oberteuringen-Hefigkofen brachten einen großen Schub in der Weiterführung. Die Gemeinde Oberteuringen mit Herrn Bürgermeister Beck und dem Gemeinderat waren dem Projekt gegenüber von Anbeginn an sehr aufgeschlossen und dies durch Zuwendungen bekräftigt. Durch den intensiven Arbeitseinsatz der Menschen vor Ort konnte die Schule planmäßig im Juli 2006 in Betrieb genommen werden. In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Entwicklungszusammenarbeit (BMZ) konnte nachfolgend das Lehrerhaus und der Vorschulkindergarten gebaut werden.

Der Verein wird auch weiterhin für die Bezahlung der 14 Lehrkräfte, eines Direktors, eines Nachtwächters und zweier Reinigungskräfte aufkommen. Die Schülerzahl wächst, auch weil die Kinder aus dem Vorschulkindergarten in die Schule überwechseln.

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Die wachsende Schülerzahl mit nunmehr 200 Schülern brachte die Notwendigkeit mit sich, für mehr Mobiliar zu sorgen. Ein Antrag bei der Stiftung für Entwicklungszusammenarbeit Baden Württemberg (SEZ) wurde genehmigt und so werden zur Zeit 100 Garnituren Tische und Stühle nach Shimshal gebracht. Der ebenfalls genehmigte Ausbau der Toiletten wird ausgeführt, sobald die Temperaturen es zulassen.

Das Problem der Energieversorgung in Shimshal war schon immer präsent. Das Dorf lebt von Mitte Oktober bis Mitte April praktisch ohne Stromversorgung, da der Wasserlauf, der von einem Gletscher kommt, einfriert und die kleine Turbine nicht mehr antreiben kann. Davon ist insbesondere auch die Schule betroffen. Bis jetzt gibt es keine zuverlässige Heizung. Um die Räume leicht temperieren zu können, müssen die Kinder vom kargen Holzvorrat zu Hause etwas mitbringen, damit die kleinen Öfen beheizt werden können. Kerosin, Gas oder Holz von außerhalb ist sehr teuer geworden, vor allem auch wegen der Transportkosten.

Durch einen Nachlass mit der Vorgabe, ihn für Energie für Shimshal zu verwenden, wird der Verein nun in die Lage versetzt, die notwendige Selbstbeteiligung für eine mögliche Finanzierung durch das BMZ zu erbringen. Im Moment werden noch verschiedene Energietechniken wie Wind- oder Solarenergie geprüft. Je nach Ergebnis wird ein entsprechender Antrag auf Förderung gestellt werden, um das ganze Dorf mit Energie versorgen zu können. Frau Rehkugler betonte, dass hierzu keine Spendengelder verwendet werden, die dem Verein für die Bezahlung der Lehrkräfte zugedacht sind.

Neben privaten Spenden, die zum Teil aus verschiedenen Anlässen, wie z. B. runde Geburtstage, zugedacht wurden sind die Mitgliedsbeiträge ein wichtiger Bestandteil zum Einkommen. Durch die Teilnahme an Oster-und Adventsmärkten hat der Verein auch selbst dazu beigetragen.

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Mit viel Arbeit verbunden ist die Teilnahme am Adventsmarkt in Oberteuringen. Ostermarkt in Kluften: Rita Maier (rechts), eine wertvolle Stütze von Anfang an, die mit Tatkraft und guten Ideen immer dabei ist.

Der Verein erhielt, wie schon viele Jahre zuvor, wieder eine Zuwendung der Weststadtschule Ravensburg und der Realschule Ravensburg. Ein weiterer Zuschuss kommt vom Bazar-Erlös der Kirchengemeinschaft Hamburg-Hamm und ein stattlicher Betrag wurde aus dem Bazar-Erlös der Evang.-Lutherischen Kirchengemeinde Reinbek-Mitte gespendet. Frau Rehkugler war auf dem Alpakahof in Eigeltingen, um das Projekt an einem Herbstfestwochenende vorzustellen. Die Besitzer überwiesen den Erlös aus der Bewirtung an unseren Verein.

Nach dem Tode unseres Mitgliedes Herrn Günter Burmester bestimmte seine Frau, dass die Spenden anlässlich seines Todes dem Verein zu Gute kommen sollten. Die zahlreichen Spenden zeugten von einer großen Wertschätzung und Beliebtheit des Verstorbenen. Er war Schifffahrtskaufmann bei Hamburg-Süd, die Reederei, die früher auch Arbeitgeber von Herrn Kiehling war.

Im Anschluss daran bedankte sich Frau Rehkugler für das Kommen und die Treue zum Verein und verwies auf die digitale Fotoschau, die sowohl vom Entstehen des Projektes als auch über Land und Leute informierte.

Danach begrüßte Herr Kiehling die Gäste und informierte in einer beeindruckenden Rede über Land und Leute von Hunza.

Frau Anneliese Axtmann verlas den Kassenbericht.

Herr Mutter informierte über die Kassenprüfung. Er lobte die Arbeit von Frau Axtmann, die wieder einwandfrei und gut durchgeführt wurde.

Zum Schluss erfolgte die Entlastung der Vorstandschaft.

 

Schriftführerin: Karin Axtmann 

Den Bericht zum Download

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Revision: 09.05.2012 - 11:44